Der glykämische Index gibt die Wirkung der einzelnen Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel an. Er ist kohlenhydratstandardisiert. Das bedeutet, dass die in den Tabellen aufgelisteten Lebensmittel alle die gleiche Menge Kohlenhydrate enthalten. Vergleicht man beispielsweise den Glyx von Magerquark mit dem von Weißbrot anhand einer solchen Tabelle, dann vergleicht man die Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel von 1250 g Magerquark mit dem von 101 g Weißbrot. Für die Praxis taugt dies folglich kaum.
Aufgrund dieser Kritik wurde in neuester Zeit der glycemic load (GL), also die glykämische Ladung, eingeführt. Diese Kennzahl gibt den glykämischen Index unter Berücksichtigung des Kohlenhydratgehalts an. So werden Karotten, die man bei den verschiedenen Glyx Diäten bisher eher meiden sollte (GI von 92), plötzlich wieder zu empfehlenswerten Nahrungsmitteln. Schließlich hat eine Portion Karotten nur wenige Kohlenhydrate und somit auch nur eine geringe Auswirkung auf den Blutzucker, trotz des hohen GI.
Die glykämische Ladung bietet deutliche Vorteile gegenüber dem glykämischen Index. Trotzdem bleiben auch bei der glykämischen Ladung Kritikpunkte des GI unbeachtet. glykämischer Index
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